Samstag, 23. Mai 2015

Blitzlichter aus Tel Aviv

...von dem langsam der Abschied naht. 


Israel ist jung. 

Fast alle Frauen haben lange Haare. 

Die Menschen sind freundlich. Im Service ersetzt das öfter die Qualität. 


Viele Wohngebäude wirken sanierungsbedürftig. 

Tel Aviv hat ein offenes W-LAN, das zumindest in Tourigebieten ordentlich läuft. 



Sabbat und Feiertage ist bis auf Restaurants, 24/7-Supermärkte und kleine Lädchen alles dicht, kein ÖPNV, dafür die Strände voll. 


Das Preisniveau ist eher hoch (Baguette 2,60 €, 0,4 Orangensaft ab 5,00 €, Flasche Wein zum Essen 25 bis 50 €.

Eine Woche im in die Jahre gekommenen Sheraton kostet 2200 €. 

Das Durchschnittseinkommen soll bei 1800 € brutto liegen, eine Grundschullehrerin liegt bei 1000 €. 

Die Wohnungspreise scheinen gigantisch. 


Im Straßenbild Tel Avivs kommen Orthodoxe Juden praktisch nicht vor. 

Koscheres Essen spielt hier offensichtlich keine Rolle. 


Shalömchen und lehitraut Tel Aviv, du bunte Stadt!







Nicht zu vergessen

...erzielt zwischenzeitlich ARMINIA BIELEFELD die Meisterschaft im Kellergeschoss des Profifußballs. 1:0 gegen Großaspach (Asbach wer?).


Sabbat in Tel Aviv





Freitag, 22. Mai 2015

Jerusalem

Das Für die zweite Fahrt nach Jerusalem nutzen wir den ÖPNV. Für 4,40 Euro bringt uns der Fernbus zu unserem Ziel. 


Nach Yad Vashem spazieren wir den Herzl-Berg hinauf. Benjamin Theodor Herzl, der Begründer des Zionismus, ist hier begraben. 

Bevor die Samstagsruhe einkehrt mit der einzigen Straßenbahnlinie des Landes die Stadt durchqueren. 


Ohne Aussteigen nur ein halbes Erlebnis, doch wir wollen nicht auf den allerletzten Bus zurück nach Tel Aviv angewiesen sein. 














Yad Vashem


Das Grauen hat einen Namen: Holocaust. Die Nazis organisieren die Vernichtung eines Volkes, einer Religionsgemeinschaft, "der Juden", was immer sie darunter verstanden haben. Die Juden sind unser Unglück. Dieser Satz ist die Grundlage für unbeschreibliche Verbrechen. 

Yad Vashem, die Dokumentations-, Gedenk- und Mahnstätte. Beklemmend. Für mich insbesondere der Opportunismus "bürgerlicher" Schichten, das geschäftsmäßige Mitwirken vermutlich Hunderttausender, das Wegsehen von Millionen, die Tausende von "Mördern unter uns" in der Nachkriegsgesellschaft, die unbelästigt ihr Leben fortführten. Zu was sind Menschen fähig. 

Letztendlich waren es wenige, die widerstanden haben, die Gerechten unter den Völkern. 




Donnerstag, 21. Mai 2015

Schwerelos

Von Jerusalem geh's durch die Rushhour, den Ostteil der Stadt, weiter nach Südosten. Die Landschaft wird karg und karger. Vereinzelte Beduinen, kleine Blech-Siedlungen. 



Aus 800 m Höhe unterschreiten wir N.N. und tauchen auf unter 400 m unter den Meeresspiegel. 


So tief werden wir so leicht nicht wieder sinken. Also, hinein ins Tote Meer, 419 m unter Normal Null. 


Unsere komplette Fünferkombo schwebt schwerelos im öligen Salzwasser. Entspannung! 


Jetzt noch ein Bier, und zurück Abs  Mittelmeer. 



Zu den sieben Hügeln

Wir haben uns einen privaten Trip nach Jerusalem organisiert. Ronny fährt uns mit dem Dacia. 


Durchs Jaffa-Tor in die Altstadt, d.h. zunächst auf die Altstadtmauer beim armenischen Viertel. 


Blick auf die sieben Hügel, aufs King David Hotel, auf den Ölberg. Die Stadt wirkt harmonisch, alles im "Jerusalem-Stein gebaut oder zumindest verkleidet. 

Viele haben sie sich um diese Stadt geschlagen. Leider auch der Ort von Aufständen, Anschlägen und Gewalt. Wir hatten strenge Sicherheitsmaßnahmen erwartet. Tatsächlich keine Taschenkontrollen, kaum Polizei oder Militär zu sehen. Nicht allzu voll, nicht gar zu heiß. 


Eine heilige Stätte neben der anderen. Maria liegt hier begraben (jedenfalls was man so redet). 


Die Kirche und die Krypta schon beeindruckend. Weiter ins jüdische Viertel. Jerusalem, immer wieder zerstört, immer wieder erbaut. 


Immer wieder besucht. Die schmalen Gassen, kleine Läden, Touristenkulturprogramm, aber auch leckere Säfte (meine Favoriten Minze und Granatapfel). 


Dann die Klagemauer, die Westmauer des Zweiten Tempel. 




Nun noch ein weiteres Mahnmal, dass mich als strenggläubigen Atheisten erschauern lässt. Die Grabeskirche. Hier herrscht Andrang, es werden Steine geküsst, Punkte berührt.



Heiligere Orte findet man wohl kaum - vielleicht noch Rom? Die christlichen Ausrichtungen haben wir jeweils ihre Eckchen, den Schlüssel zum Ganzen soll eine muslimische Familie haben, die dann um sieben abschließt. 




Jerusalem - man muss es erlebt haben. Wir verabschieden uns bei Humus, Falafel und Salat. 










Mittwoch, 20. Mai 2015

Cool

Shakshuka

Heute Abend wird landestypisch gegessen. An der Ben Yehuda...

...hat M unseren Gastwirt des Abends entdeckt. Humus, verschiedene Salate und Shakshuka auf verschiedene Art (grundsätzlich Tomatensuppe mit pochierten Eiern), mit individuellem Härtegrad der Eier und Schärfegrad des Gesamtensembles. 


Der Unterschied

...zu Frankfurt sind die Fahrradschnellstraßen. Dazu die hohe Rate an E-Bikes und E-Rollern, die mit ordentlicher Geschwindigkeit diese Linien befahren. 




Florentin

...das Kreativ-alternativ-handwerkliche Zentrum der Stadt. 


Szenebars, Werkstätten, Textilfabrik und -Handel, unzählige Läden, Renoviertes und Renovierungsbedürftiges eng beieinander. 



Die alte Bahntrasse teilt das Viertel. Wir schauen, trinken Kaffee (jede und jeder mit denen wir ins Gespräch kommen war schon in Deutschland, in Frankfurt, Eltville, München, natürlich in Berlin), laufen (gar nicht so einfach, alle Ü30, und ein Übermütiger, der im Mittelmeer so herumtollt, dass die Muskeln reißen - und dann noch die, die der Fortbewegung dienen). 

Doch alle sind frohen Mutes (im alten Museum, in dem Ben Gurion vor 67 Jahren und sechs Tagen den Staat Israel ausrief). 



Ein ganzes Viertel kleiner Möbelgeschäfte. Von Rumpelkammern bis zu Designerschuppen. Dazu ein echter Stuhlgang. 



Weiter über den Rothschild Boulevard zur Dizendoff Straße, der Einkausmeile Tel Avivs. Hier trennen sich unsere Wege. Buntes Café im Park oder Girls best Friends sind die unterschiedlichen Themenstellungen. 









  



Es geht los

...Tel Aviv, der Frühlingshügel, oder das Herzl Altneuland, however, man wollte eine moderne Stadt mit Boulevards und fließend Wasser. 1908 waren es nur Sanddünen, zunächst unter 66 Familien aufgeteilt. 




Dienstag, 19. Mai 2015

Warten



...auf unseren Frühstücksutensilieneinkäufer. Zurzeit 23 Grad, strahlend blauer Himmel. Die Entscheidung steht an, morgen in Jerusalem oder heute?



Angekommen:



Multikulti

Natürlich gibt es alle Einflüsse der Welt hier. Europäisch, orientalisch, man sieht kyrillische Schrift und etliche Geschäfte signalisieren, wir sprechen französisch. Küchen und Lecker-Läden tut das gut.  

Zwischenmahlzeit.